Die Projektgruppe um Pascal Freiberg, Robin Peters und Patrick Schwidder hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Modellanlage zu entwickeln, welche später als Ausbildungsmaßnahme im Berufskolleg für Technik und Gestaltung der Stadt Gelsenkirchen genutzt werden soll: “Wir wollten eine Anlage konstruieren, die ein breites Spektrum der Lerninhalte abdeckt, aber auch gleichzeitig einer Anlage aus einem normalen Betrieb in nichts nachsteht, um die Simulation so realistisch wie möglich zu gestalten.”

 

 Bild oben: Pascal Freiberg, Robin Peters, Patrick Schwidder (v.l.n.r)


Anschauliches Ausbildungsmedium für Azubis
Über einen Einfülltrichter wird Granulat auf ein Förderband gegeben. Nun lässt die Anlage sich in drei verschiedenen Betriebsarten vom manuellen bis zum vollautomatischen Betrieb steuern. Die Farbe des Granulats auf dem Förderband wird erkannt und der entsprechende Behälter, der für die Farbe vorgesehen ist, unter dem Ende des Förderbandes positioniert. Im Anschluss wird das Granulat abgefüllt, gewogen und der Füllstand des Behälters ermittelt.

Bild oben: Schaltschrank 



Dieser Ablauf bietet die Möglichkeit verschiedene Sensorik mit unterschiedlichen Messprinzipien einzubringen. Man konnte sowohl digitale, als auch analoge Datenverarbeitung integrieren und nutzt Spannungsbereiche von 24V Gleichspannung bis hin zu 400V Wechselspannung mit Drehstromtechnik. Mit diesem Aufbau kann man Lerninhalte aus mehreren Fächern ansprechen. Dies ermöglicht den Auszubildenden einen guten Einblick in den Aufgabenbereich ihres späteren Berufslebens.

Als Beispiel für den Verwendungszweck geben die drei Studierenden einen Baustoffgroßhändler an, der täglich mehrere LKW-Ladungen verschiedenfarbigen Kies angeliefert bekommt und diesen ohne große Rangierarbeiten eingelagert haben möchte. Die Anlage bietet hier eine zentrale Anlieferstelle, von der aus der Rest des Prozesses vollautomatisch abgewickelt wird.

Die gesamte Anlage wird über ein Touchpanel gesteuert, bei dem besonders auf eine intuitive Bedienung Wert gelegt wurde. So soll es ohne große Vorkenntnisse möglich sein, die Anlage zu verfahren, beispielsweise auch durch Anlieferer selbst. Auf dem Touchpanel wird die Anlage für ein besseres Verständnis auch noch einmal schematisch dargestellt. Außerdem werden aktuelle Messwerte angezeigt und eventuell auftretende Störungen als Klartext ausgegeben, um auch hier die Behebung so einfach wie möglich zu gestalten.

Unterstützung durch Betriebe und BTG
“Die Umsetzung des Projekts hat gut 400 Arbeitsstunden in Anspruch genommen und konnte vor allem finanziell erst durch die Unterstützung unserer Arbeitgeber und der Schule realisiert werden. Dafür möchten wir uns hier noch einmal recht herzlich bedanken. Außerdem möchten wir unserem Betreuer Herrn Ingo Prangs für die fachliche Unterstützung danken.”

Infos zur Person der Studierenden
Die drei haben einen Ausbildungsberuf als Elektroniker verschiedener Fachrichtungen absolviert: Robin Peters  (Betriebstechnik)  ist bei der Solvay Chemicals GmbH beschäftigt, Patrick Schwidder (Prozessleit-Elektronik) arbeitet bei der thyssenkrupp Steel Europe AG und Pascal Freiberg (Energie- und Gebäudetechnik) steht im Dienst der Stadt Bottrop.


Text und Fotos übermittelt durch : Robin Peters, Juni 2021
Auf der Homepage veröffentlich durch: Sieglinde Jeske

 

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